Bild: © Aqua Viva, Dominic Tinner
Sauberes Wasser – Herausforderungen und Lösungen für Schweizer Gewässer
Am 23. Oktober 2026 in Dübendorf
Die Wasserqualität der Schweizer Gewässer steht durch Nährstoffe, Pestizide und weitere Schadstoffe unter Druck. Die Tagung soll die aktuelle Situation beleuchten, verschiedene Perspektiven auf mögliche Verbesserungsmassnahmen aufzeigen und diskutieren, wie sich Wasserqualität, Biodiversität und ökologische Gewässerqualität sinnvoll verbinden lassen. Praxisbeispiele sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung der Wasserqualität stehen ebenfalls im Fokus – mit der Frage, wie die Akzeptanz für wirksame Massnahmen weiter gestärkt werden kann.
Sauberes Wasser ist die Grundlage für funktionierende Ökosysteme, eine sichere Trinkwasserversorgung und eine hohe Lebensqualität. Schweizer Gewässer stehen jedoch zunehmend unter Druck: In vielen Bächen, Flüssen und Seen werden überhöhte Nährstoffeinträge sowie Rückstände von Pestiziden, Medikamenten und anderen Schadstoffen nachgewiesen. Darunter leiden vor allem aquatische Organismen wie Fische, Insektenlarven und Mikroorganismen – mit Folgen für die Biodiversität und ökologische Prozesse, aber auch für den Menschen, etwa durch einen höheren Aufwand in der Trinkwasseraufbereitung.
Naturnahe, strukturreiche Gewässer stärken die Selbstreinigungskraft und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen. Gewässerschutz bedeutet deshalb mehr, als nur Schadstoffe zu reduzieren – er umfasst auch den Erhalt und die Wiederherstellung funktionierender Gewässerlebensräume.
Die Fachtagung vermittelt einen aktuellen Überblick über die Wasserqualität in der Schweiz und zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, welche Massnahmen wirksam sind. Dabei kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen – aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft – und es wird beleuchtet, wie sich Wasserqualität, Biodiversität und Gewässerentwicklung sinnvoll verbinden lassen. Ein weiterer Fokus liegt auf der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Wasserqualität und der Frage, wie sich die Akzeptanz für wirksame Massnahmen stärken lässt.
Wann
23. Oktober 2026
9:15 bis 17:15 Uhr
anschliessend Apéro
Wo
Eawag
Ueberlandstrasse 133
8600 Dübendorf
→ Anfahrt
Sprache
Kosten
CHF 190,- Unkostenbeitrag inklusive Verpflegung und Apéro
Anmeldeschluss
9. Oktober 2026
Programm
09:15 | Begrüssung Moderation: Isabella Helmschrott |
Block 1: Wasserqualität in der Schweiz – Aktuelle Herausforderungen und Handlungsbedarf | |
09:30 | Gewässer unter Druck: Monitoring, Schadstoffe und ökologische Folgen Silwan Daouk (VSA, Eawag) |
10:00 | Steuerung der Wasserqualität: Politik, Recht und Praxis |
10:30 | Arzneimittel in Gewässern: Quellen und Risiken für Mensch und Ökologie Martin Forter (Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz) |
11:00 | Pause |
Block 2: Sauberes Wasser ganzheitlich schützen | |
11:30 | Kantonale Strategie zur Sicherung der Wasserqualität von Grundwasser und Oberflächengewässern |
12:00 | Natürliche Gewässer als Teil der Lösung – Synergien zwischen Gewässerraum, Aufwertung und Wasserqualität |
12:30 | Mittagspause |
Block 3: Praxisbeispiele für verbesserte Wasserqualität | |
14:00 | Beispiel Furtbach ZH: Massnahmen zur Reduktion von Pflanzenschutz- und Tierarzneimitteln Christian Götz, Pius Niederhauser (Kanton Zürich, AWEL) |
14:30 | Beispiel La Venoge: Von der Volksinitiative zum integralen Aufwertungsplan |
15:00 | Pause |
Block 4: Neue Perspektiven auf die Wasserqualität | |
15:30 | Der Biber als Gewässergestalter – Auswirkungen auf Wasserqualität und Ökosystem (The Beaver as an Ecosystem Engineer – Effects on Water Quality and Freshwater Ecosystems) Leonardo Capitani Ph.D (Eawag) |
16:00 | Mit Citizen Science die Wasserqualität gemeinsam erfassen und verstehen Roland Bischof, Louisa-Marie von Plüskow (Deutscher Angelfischerverband e.V., Aletta Bonn) |
16:30 | Podiumsdiskussion |
17:15 | Apéro |
Das Programm wird laufend aktualisiert.
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