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Bild: © scubaluna – stock.adobe.com

Bach- und Seeforelle

Alle fünf Forellenarten der Schweiz können sowohl Bach- als auch Seeforelle ausbilden. Beide Ökotypen laichen im Winter, meist zwischen November und Januar, im Kies kühler, sauerstoffreicher Bäche und Flüsse. Dort entwickeln sich auch die Jungtiere. Während die Bachforelle ihr gesamtes Leben im Fliessgewässer verbringt, wandern Jungtiere der Seeforelle im Alter von ein bis zwei Jahren in Seen ab. Kurz davor verlieren sie ihre typischen roten Punkte und bilden eine silbrig glänzende Schicht in der Haut. In den Seen finden sie reichere Nahrungsgründe und können deutlich grösser werden, dafür ist das Risiko gefressen zu werden deutlich höher. Zur Fortpflanzung kehren die überlebenden Forellen in die Zuflüsse zurück und vergraben ihre Eier in Laichgruben im lockeren Kies. Auf dem Speiseplan beider Ökotypen stehen tierische Nahrungsquellen wie Insekten, Schnecken oder andere Fische. Verbauungen, fehlende Laichplätze, Wasserkraftnutzung und die Erwärmung der Gewässer setzen den Forellen stark zu, denn sie stellen hohe Ansprüche an ihren Lebensraum: Sie brauchen klares und kaltes Wasser, naturnahe Ufer, strukturreiche Gewässersohlen und freie Wanderwege.

Zeichnung: Nadine Colin, illustrat.ch

Wissenschaftlicher Name
Atlantische Forelle: Salmo trutta
Zebraforelle: Salmo rhodanensis
Donauforelle: Salmo labrax
Trota Fario: Salmo cenerinus
Marmorata: Salmo marmoratus

Ordnung
Lachsartige

Lebensraum
See- und Bachforellen laichen in kühlen Fliessgewässern, Seeforellen kehren aus Seen nur zum Laichen zurück.

Schutzstatus
Seeforelle Salmo trutta (f. lacustris):
stark gefährdet (EN)
Bachforelle Salmo trutta (f. fario):
potentiell gefährdet (NT)

Grösse
Seeforelle 40 bis 100 Zentimeter,
Bachforelle 20 bis 60 Zentimeter

Gewicht
Seeforelle 0,8 bis 10 Kilogramm,
Bachforelle 0,5 bis 2 Kilogramm

Höchstalter
Über 10 Jahre

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