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Elritze
Der kleine Fisch mit den grossen Augen und der spitzen Schnauze ist ein lebhafter, flinker Schwarmfisch. Die Elritze ernährt sich von Insektenlarven, Fischlaich, Kleinkrebsen oder Algen, gleichzeitig dient sie grösseren Fischen wie der Bachforelle als Beute. Sie wächst langsam, wird meist im ersten oder zweiten Lebensjahr geschlechtsreif und laicht in Gruppen zwischen April und Juni im flachen Wasser, wo die Eier an Steinen haften. In klaren, sauerstoffreichen Bächen und Flüssen der Schweiz leben die Donau-Elritze (oben), die mediterrane Elritze (mitte) und südliche Elritze (unten). Zudem wurde kürzlich die Seeelritze entdeckt, die in grossen Seen des Aare-Einzugsgebiets lebt. Damit zeigt sich eine klare Trennung zwischen see- und flusslebenden Arten, welche ebenfalls bei den Schmerlen bekannt ist. Das lange angenommene schweizweite Vorkommen der Elritzenart Phoxinus phoxinus wurde damit widerlegt. Die Elritzen zeigen, dass unser Wissen über die Fischarten der Schweiz noch lückenhaft ist – und wie wichtig es ist, unsere Gewässer zu untersuchen und zu schützen, damit wir nicht Arten verlieren, die wir noch kaum kennen. Die Elritze ist Fisch des Jahres 2026 des Schweizerischen Fischerei-Verbands.
Wissenschaftlicher Name
Donau-Elritze: Phoxinus csikii
Mediterrane Elritze: Phoxinus septimaniae
Südliche Elritze: Phoxinus lumaireul
Seeelritze: Phoxinus sp. nov.
Ordnung
Karpfenartige
Lebensraum
Klare, flache Fliessgewässer und Seen
Schutzstatus
Donau-Elritze und mediterrane Elritze: nicht bedroht (LC)
Südliche Elritze: Verletzlich (VU)
Seeelritze: Noch zu bestimmen
Grösse
5 bis 9 Zentimeter
Gewicht
5 bis 20 Gramm
Höchstalter
Unbekannt
